Die weltweiten Märkte werden unbegrenzt
zugänglich, Transporte von irgendwo nach
überall sind keine Seltenheit mehr – die
Welt des Transportes schrumpft. Nicht
nur Stahl, Öl, Gemüse und all die anderen
nützlichen Dinge, die wir tagtäglich gerne
verwenden, werden um die halbe Welt
transportiert, sondern mit ihnen auch eine
große Menge winzig kleines, mit bloßem
Auge kaum sichtbares, Ungeziefer. KleinerSchädling – erschreckend große Wirkung!
Diese Schädlinge, die in der fremden Umgebung
keine natürlichen Feinde haben,
können sich ungehindert ausbreiten und zu
einer ernstzunehmenden Gefahr werden:
- sie verdrängen einheimische Arten.
Der Lebensraum wird von fremden
Schädlingen regelrecht eingenommen, die
einheimischen Arten können dem eingeschleppten
„Feind“ nichts entgegensetzen!
- sie stören Abläufe, die sich natürlicherweise
in einem Ökosystem eingespielt
haben, ein gefährliches Ungleichgewicht
entsteht!
- sie übertragen neue, bisher nicht
auftretende Krankheiten und Parasiten, auf
die heimische Arten nicht eingestellt sind
und stellen so eine Gefahr für heimische
Tiere und Menschen dar!
Die Welt ist ein Dorf
Das Auftauchen neuer Arten in
Ökosystemen ist ein natürlicher
Vorgang, der seit Jahrmillionen
überall auf der Welt abläuft, allerdings
haben sich unter modernen
Möglichkeiten die Maßstäbe völlig
verändert. Unterschiedlichste
Transporte machen die Welt zu
einem Dorf.
So würde beispielsweise die „Wollhandkrabbe“
aus dem Chinesischen
Meer aus eigener Kraft nie
die Elbmündung, geschweige denn elbaufwärts
sogar Magdeburg erreichen. Ozeandampfer,
die täglich aus China im Hamburger
Hafen landen, machen es möglich.
Über die Hälfte der 47 Nematodenarten
sind Parasiten und/oder Krankheitserreger.
Pflanzen, Tiere und Menschen haben natürlicherweise
keine Abwehrkräfte gegen
diese Krankheiten. Da die eingeschlepptenSchädlinge nicht in ihrem natürlichen Lebensraum
sind, haben sie keine Feinde und
können sich ungehindert vermehren.
Nach Schätzungen der EU-Kommission
entstehen durch die neuen, eingeschleppten
Arten jährlich Schäden in Höhe von 12
Milliarden €.
Besonders stark von den Schäden betroffen
sind Land- und Forstwirtschaft und damit
auch die Holzindustrie. Unbehandeltes
Rohholz und Verpackungsholz sind ideale
„Mitfahrgelegenheiten“ für Schadorganismen,
die sich im Holz entwickeln und sich
verbreiten. In Europa sind auf diese Weise
der Asiatische Laubholzbock (Anoplophora
glabripennis) und der Kiefernholznematode
(Bursaphelenchus xylophilos), die beide
gefährliche Schädlinge bekannt sind, eingeschleppt
worden.
Der Asiatische Laubholzbock (ALB) befällt
vitale Laubbäume, der Reifungsfraß seiner
Larven führt zum massenhaften Absterben
der Bäume. Für Berlin wurde der Schaden,
der allein durch den Laubholzbock durch
einen Befall der Ahornbäume verursacht
wurde auf 96 Mio. € geschätzt, wenn nichts
gegen ihn unternommen würde.
ISPM 15
Um derartige Bedrohungen für unsere Wälder
und die Lebensräume heimischer Arten
auszuschließen, wurde durch das FAOPflanzenschutzabkommen
IPPC (International
Plant Protection Convention) der ISPM
15-Standard ausgegeben.
Ziel des Standards ist die Verhinderung
der Ein- und Verschleppung von Schädlingen
durch Paletten und sonstige Holzverpackungen.
Erreicht wird dies durch die
Behandlung der Holzverpackung mit der
Chemikalie Methylbromid, oder durch eine
Hitzebehandlung des Holzproduktes.
Da EPAL schon seit Jahren auf den Einsatz
jeglicher Chemikalien bei der Behandlung
von Paletten verzichtet, ist der ISPM
15-Standard bei uns ausschließlich durch
das Erhitzen der Paletten zu erreichen.
In der Trockenkammer müssen die Paletten
eine Kerntemperatur von min. 56°C für 30
Min. haben, dann kann davon ausgegangen
werden, dass Schädlinge, deren Eier, Larven
und Puppen die Behandlung garantiert
nicht überstehen.
Nur so kann der gefährlichen Einfuhr von
fremden Schädlingen Einhalt geboten werden,
deren wirtschaftlichen und ökologischen
Schaden zurzeit niemand ermessen
kann.
Viele Länder, gerade außerhalb von Europa,
haben das erkannt und verbieten deshalb
grundsätzlich die Einfuhr von Holz, das nicht
ISPM-15 gemäß behandelt ist und auch für
den Handel innerhalb Europas ist die obligatorische
Einführung dieses Standards
eine Frage der Zeit. EPAL bietet jetzt schon
die größtmögliche Sicherheit. Alle neu produzierten
Paletten sind ab 01.01.2010
ISPM-15 konform hitzebehandelt. Für die
Verwender von EPAL-Paletten bietet das
den Vorteil weltweiter, uneingeschränkter
Akzeptanz. |